Cyberversicherung - Wie sich Bürger gegen Cyberkriminelle schützen können

Cyberversicherung bevor es zu spät.
Mit einer Cyberversicherung rund um geschützt.

(verpd) Private Computernutzer benutzen bereits diverse Wege, um nicht Opfer von Cyberkriminellen zu werden. Trotzdem sind laut einer repräsentativen Umfrage, die im Arbeitsauftrag des Bundesverbandes Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Netzwerke e.V. (Bitkom) vor Kurzem durchgeführt wurde, letztes Jahr 46 % Opfer von Schadprogrammen geworden. Die Experten der Bitkom haben hierzu sechs Tipps publiziert, wie Bürger ihre IT-Sicherheit erhöhen können. Zusätzliche Sicherheit bietet die Cyberversicherung.

Die überwiegende Zahl der Einwohner sind sich der Risiken einer PC- und Internetnutzung bewusst und haben passende Sicherheitsmaßnahmen genutzt. So setzen nur eine Prozent der privaten Computernutzer keine IT-Schutzprogramme ein. Dennoch war letztes Jahr nur jeder Zweite nicht vom Schadsoftwarebefall betroffen.

Dies hat eine repräsentative Befragung des Marktforschungsinstitut für elektronische Themen Bitkom Research, die im Arbeitsauftrag des Bundesverbandes Informationswirtschaft, Fernmeldewesen und neue Netzwerke e.V. (Bitkom) vorgenommen wurde, herausgefunden. Im Detail wurden 1.120 PC-Nutzer ab 16 Altersjahren befragt, welche Sicherheitsprogramme oder -maßnahmen sie auf ihrem privat verwendeten Rechner benutzen und inwiefern sie in den letzten zwölf Kalendermonaten Opfer von Schadsoftware wurden.

Cyberversicherung - Fast jeder Zweite hatte 2018 Schwierigkeiten durch Schadsoftware

Konkret gaben 84 % der Teilnehmer an, dass sie ein Virenschutzprogramm auf ihrem Computer installiert haben, 65 % haben eine Firewall aktiviert und jeder Vierte setzt schon einen Anonymisierungsdienst ein. Über zwei von zehn Computernutzern haben die Fotokamera an ihrem PC angeschlossen, 17 % benutzen eine Passwortmanager-Software und 16 % ein zusätzliches Datenverschlüsselungs-Programm, allerdings nur neun Prozent für die Verschlüsselung von E-Mails.

Insgesamt gab ein einziger Teilnehmer der Befragung an, den Computer nicht mittels einer Schutzsoftware abzusichern. Dennoch erklärten 46 % der Befragten, dass sie vergangenes Jahr Opfer von wenigstens einer Schadsoftware geworden sind. Die Cyberversicherung schützt vor den finanziellen Schäden nach einem Hackerangriff.

„Die gängigsten Betriebssysteme und Office-Anwendungen sind beliebte Einfallstore für Schadprogramme“, akzentuiert hierzu Dr. Nabil Alsabah, Bitkom-Bereichsleiter für IT-Sicherheit. Er veranschaulicht: „Unentdeckte Sicherheitslücken können sich in der häufig genutzten Applikation verstecken.“ Alsabah rät daher: „Mit einfachen Strategien kann sich jeder Anwender gut absichern. Virenschutzprogramme und Firewalls sind die Grundausstattung. Nutzer sollten Software-Updates umgehend installieren, denn Sicherheitslücken entstehen meist durch Programmierfehler.“

Cyberversicherung - Sechs Expertentipps für eine bessere IT-Sicherheit

Experten der Bitkom verweisen zudem auf folgende sechs Tipps, die jeder Nutzer eines heimischen PCs beachten muss, um seine IT-Sicherheit zu maximieren:

  • „Komplexe Passwörter benutzen: Das Passwort sollte wenigstens acht Zeichen lang sein und sowohl Groß- und Kleinbuchstaben wie auch Ziffern und Zusatzzeichen enthalten. Das Passwort sollte keine Bezeichnung sein, welche man im Nachschlagewerk nachlesen kann. Darüber hinaus sollte es keinen Bezug zum beruflichen oder eigenen Umfeld haben: Weder Geburtsdaten noch Lieblingsromane oder Namen der Kinder sind sichere Passwörter.
  • Passwort-Manager als Kennwort-Tresor einsetzen: Für unterschiedliche Dienste sollte man auch verschiedene Passwörter benutzen. Passwort-Manager erzeugen komplexe Passwörter und heben diese sicher auf. Merken muss man sich nur noch ein Generalpasswort.
  • Mehr-Faktor-Authentifizierung benutzen: Wird die Zwei-Faktor-Authentifizierung angeboten, muss man sie benutzen: Beim Einloggen gibt man sein Kennwort ein. Daraufhin erhält man eine TAN per SMS. Nur wenn sowohl das Passwort sowie die TAN stimmen, wird man eingeloggt.
  • Regelmäßig Aktualisierungen: Sicherheitslücken sind meist ein Problem, mit den sich Viren und Software Zutritt zu den Daten verschaffen. Sicherheitsupdates schließen diese Sicherheitslücken. Aus diesem Grund sollte man sie schnellstmöglich beseitigen. Wenn Programme Updates automatisch installieren, sollte man das in Einstellungen aktivieren.
  • Vorsicht bei dubiosen Mails: oberste Regel – den eigenen Menschenverstand benutzen. Bankinstitute und andere Unternehmen ersuchen ihre Kunden nie per E-Mail, vertrauliche Daten im Netz einzugeben. Diese Mails sind vorzugsweise gleich zu löschen. Das gleiche gilt für E-Mails mit unbekanntem Attachment oder verdächtige Posts in sozialen Netzwerken.
  • Informationen mit Bedacht entgegennehmen und handeln: Wenn über Sicherheitslücken, Hacks oder ähnliche Vorfälle berichtet wird, müssen Anwender aktiv werden. Um an Angaben zu kommen, können Anwender zum Beispiel Apps wie das Sicherheitsbarometer von Bundesrepublik sicher im Netz e.V. (DSIN) benutzen. Wichtig ist: aktiv sein! Sicherheit lebt vom Mitwirken aller.“

Cyberversicherung - Für einen optimierten IT-Rundumschutz

Ausführliche Hinweise und Informationen zu den Themen sicheres Passwort, Passwortmanager, Zwei-Faktoren-Authentifizierung und Updates findet man im Webportal des Bundesamts für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI).

Das BSI und auch die DSIN geben auf ihren Webauftritten zudem weitere wertvolle Tipps, wie sich die IT-Sicherheit insgesamt, also nicht nur bei der Anwendung eines Rechners, sondern auch eines Smartphones verbessern lässt. Diese Hinweise beziehen sich auch auf die Nutzung von WLAN und Netzwerken. Das BSI betont jedoch auch, dass es „einen hundertprozentigen Schutz leider nicht gibt, auch keinen wirklich hundertprozentigen Geräteschutz“. Mit einer Cyberversicherung schützt man sich vor den finanziellen Folgen eines Hackerangriffs durch Cyberkriminelle.

Daher ist es wichtig zu wissen, dass einige Versicherer auch einen Schutz bei Schäden, die man durch Cyberkriminelle bekommt, offerieren. Schadenersatz oder andere Unterstützung, wie die Übernahme der Kosten von Rechtsanwälten oder anderen benötigten Experten, gibt es laut Versicherer zum Teil im Rahmen eines Hausrat-, Privathaftpflicht- und/oder Rechtsschutz-Versicherungspolice oder mit der einer separaten Cyberversicherung.

Mehr Informationen zum Thema Cyberversicherung erhalten Sie bei Ihrem unabhängigen Versicherungsmakler von Finanzkompass Leipzig. Vereinbaren Sie über Kontakt Ihren persönlichen Beratungstermin.