Einbruchssicherheit - In diesen Städten gab es die meisten Wohnungseinbrüche

Einbruchssicherheit
Sorgen Sie für Einbruchssicherheit Ihrer Immobilie und Wohnung.

(verpd) Die Wahrscheinlichkeit, dass in eine Wohnung eingebrochen wird, fällt in den deutschen Großstädten sehr unterschiedlich aus. Wie weit die Schere hier auseinanderklafft, belegen aktuelle Daten aus der Polizeilichen Kriminalstatistik. Jeder Immobilienbesitzer, auch Mieter, können etwas für die Einbruchssicherheit tun.

In Berlin wurden im vergangenen Jahr nach absoluten Zahlen die meisten Wohnungseinbruch-Diebstähle registriert. In Relation zur Einwohnerzahl liegt Bremen an der Spitze, wie aus der aktuellen Polizeilichen Kriminalstatistik hervorgeht. Diese zeigt auch große Unterschiede bei der Aufklärungsquote je Großstadt.

In der aktuellen Polizeilichen Kriminalstatistik (PKS 2017) des Bundeskriminalamtes wird die Zahl der erfassten Wohnungseinbruch-Diebstähle in 2017 mit 116.540 angegeben. Im Vergleich zum Vorjahr entspricht dies einem Rückgang um rund 23 Prozent. Der Höchststand in diesem Jahrtausend wurde mit über 167.000 solchen Straftaten in 2015 erreicht. Weniger dieser Delikte als im vergangenen Jahr gab es seit der Jahrtausendwende nur zwischen den Jahren 2005 bis einschließlich 2009 mit 106.000 bis nicht ganz 114.000 Wohnungseinbruch-Diebstählen.

Aus den aktuellen PKS-Daten geht auch hervor, dass es in den deutschen Großstädten ab 100.000 Einwohnern gewaltige Unterschiede bei der Gesamtzahl der nach Einwohner anteiligen Anzahl und Aufklärungsrate der Wohnungseinbruch-Diebstähle gibt.

Einbruchssicherheit - In Berlin gibt es die meisten Wohnungseinbruch-Diebstähle

Nach absoluten Einbruchszahlen ist die Bundeshauptstadt Berlin mit fast 8.600 solcher Delikte Spitzenreiter. In Hamburg waren es etwa 5.800, in Köln immerhin noch fast 3.200.

Dahinter folgen Bremen und Dortmund mit jeweils mehr als 2.000 polizeilich erfassten Wohnungseinbruch-Diebstählen. Für Essen, Frankfurt am Main, Hannover und Düsseldorf werden Werte von jeweils über 1.500 ausgewiesen.

Für insgesamt acht der 81 aufgeführten Städte werden in der amtlichen Statistik weniger als 100 solcher Delikte in 2017 aufgeführt. Am wenigsten Einbrüche gab es in Erlangen, Jena und Reutlingen mit sogar jeweils unter 50 Wohnungseinbruch-Diebstählen im ganzen Jahr.

Einbruchssicherheit - Die Klaurate nach der Einwohnerzahl ist in Bremen am höchsten

In Relation zur Einwohnerzahl war Bremen 2017 – nach Rang zwei im Vorjahr – die Hauptstadt der Wohnungseinbrecher. Dort lag die Einbruchsrate bei fast 400 Delikten pro 100.000 Einwohner. Zum Vergleich: Im Bundesdurchschnitt waren es 141 Einbruchdiebstähle pro 100.000 Einwohner. In 2016 betrug die Klaurate noch 184 derartige Delikte je 100.000 Einwohner.

Mit zwischen knapp 369 und knapp 311 polizeilich erfassten Delikten pro 100.000 Einwohner gab es auch in Aachen, Dortmund (Spitzenreiter in 2016), Hamburg, Bremerhaven, Mülheim an der Ruhr und Recklinghausen ein vergleichsweise hohes Einbruchsrisiko. In insgesamt 17 Großstädten – 2016 waren es nur neun – lag die Einbruchsrate pro 100.000 Einwohner unter 100 Wohnungseinbruch-Diebstählen.

Das geringste Risiko gab es in Erlangen, Augsburg, Jena und Würzburg. Hier lag die Rate sogar jeweils unter 40 solcher Taten pro 100.000 Einwohner im gesamten Jahr 2017. In Reutlingen sowie Ingolstadt gab es mit jeweils unter 50 Delikten pro 100.000 Einwohner ebenfalls ein vergleichsweise niedriges Risiko. Gleiches gilt auch für Heilbronn, München, Heidelberg und Rostock. Hier wurden zwischen über 70 und unter 60 Wohnungseinbruch-Diebstählen pro 100.000 Einwohner statistisch erfasst.

Einbruchssicherheit - Riesige Unterschiede bei der Aufklärungsquote

Die Aufklärungsquote lag bundesweit trotz eines leichten Aufwärtstrends weiterhin nur bei gut einem Sechstel, konkret bei 17,8 Prozent, das heißt weniger als fünf von 100 Wohnungseinbruch-Diebstählen konnten aufgeklärt werden. Und auch hier zeigen sich deutliche Unterschiede zwischen den deutschen Großstädten. So wurde etwa in Kiel und Bremen mit einer Aufklärungsrate von 6,5 und 6,65 Prozent lediglich jedes 15. Delikt aufgeklärt – bundesweit wurden dagegen zumindest bei rund jedem sechsten derartigen Verbrechen die Täter identifiziert und gefasst.

Niedrige Aufklärungsquoten gab es ferner in Bremerhaven, Bergisch-Gladbach, Berlin, Bonn, Karlsruhe und Recklinghausen mit 8,4 bis 9,9 Prozent. Die höchste Aufklärungsquote erreichte, wie auch im Vorjahr, Heilbronn mit fast 67 Prozent. Hier wurden also in 2017 mehr als zwei von drei Wohnungs-Einbruchdiebstählen aufgeklärt. Hohe Aufklärungsquoten von über 30 und bis 40 Prozent erreichten zudem Trier, Erlangen, Darmstadt und Siegen.

Übrigens: Immobilienbesitzer, aber auch Mieter können die Einbruchssicherheit ihres Eigenheims verbessern und erhalten auf Antrag unter bestimmten Voraussetzungen auch Zuschüsse oder zinsgünstige Darlehen von der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW). Unter anderem gibt es eine solche Förderung zum Beispiel für den Einbau einbruchhemmender Haus- und Wohnungseingangstüren, Garagentore und Fenster, aber auch für das Nachrüsten eines Türspions, einer Überwachungskamera und/oder einer Alarmanlage.