Hausratversicherung - Wo es häufiger zu Wohnungseinbrüchen kommt

Hausratversicherung leistet auch bei einem Einbruch.
Mit einer Hausratversicherung ist man auch bei einem Wohnungseinbruch geschützt.

(verpd) Nach den Angaben in der neuen Polizeilichen Kriminalstatistik, gab es letztes Jahr wieder ein regional äußerst unterschiedliches Risiko, Opfer eines Wohnungseinbruches zu werden. So war die Einbruchsrate der Region mit den meisten Einbrüchen je 100.000 Einwohner fast 40-mal höher als die der Region mit den wenigsten derartigen Delikten. Abweichungen gab es außerdem bei der Aufklärungsquote in den einzelnen Landkreisen beziehungsweise kreisfreien Städten. Die Hausratversicherung ersetzt den entstandenen Schaden.

Nach den Daten der aktuellen Polizeilichen Kriminalstatistik 2018 (PKS 2018) ist die Anzahl der polizeilich gemeldeten Wohnungseinbruch-Diebstähle von 2017 auf 2018 bundesweit um 16,3 Prozent zurückgegangen. 2017 lag die Diebstahlrate bei 141 Wohnungseinbrüchen je 100.000 Einwohner, 2018 waren das 118.

Hausratversicherung - Regionen mit den niedrigsten und höchsten Einbruchsraten

Die niedrigste Wohnungseinbruch-Diebstahlrate gab es 2018 im Landkreis Regen mit nur acht Wohnungseinbrüchen je 100.000 Einwohnern. Ebenfalls deutlich unter dem bundesweiten Durchschnitt lagen die Landkreise Cham mit neun, Forchheim und Lichtenfels mit je zehn, Neustadt an der Waldnaab, Bad Kissingen und Ansbach mit je elf sowie Haßberge und Neustadt an der Aisch mit je zwölf Delikten je 100.000 Einwohner.

Am höchsten war die Einbruch-Diebstahlrate in den kreisfreien Städten Neumünster mit 311, Bremen mit 285, Bonn mit 275, Dortmund mit 270, Mülheim an der Ruhr mit 258, Delmenhorst mit 258, Hamburg mit 251 und Bremerhaven mit 249 Wohnungseinbrüchen je 100.000 Einwohner. Auch im Kreis Pinneberg und in der kreisfreien Stadt Krefeld lag die Einbruchsrate mit 248 beziehungsweise 243 noch deutlich über dem bundesweiten Durchschnitt.

Die kreisfreie Stadt Neumünster hatte damit eine fast 39-fach höhere Wohnungseinbruch-Diebstahlrate als der Landkreis Regen. Auffällig ist, dass unter den 40 Landkreisen/Kreisen und kreisfreien Städten mit den niedrigsten Einbruchsraten nur eine kreisfreie Stadt zu finden ist, nämlich Ansbach mit 24 Wohnungseinbrüche je 100.000 Einwohner. Dagegen sind es bei den 40 Landkreisen/Kreisen und kreisfreien Städten mit den höchsten Einbruchsraten 26 kreisfreie Städte, dafür aber nur 16 Landkreise oder Kreise.

Hausratversicherung - Deutliche Veränderungen innerhalb der Regionen

Bundesweit reduzierte sich die Wohnungseinbruch-Diebstahlrate von 2017 auf 2018 um knapp 17 Prozent, nämlich von 141 auf 118 Wohnungseinbrüche je 100.000 Einwohner. Insgesamt gab es jedoch von den 401 Landkreisen/Kreisen und kreisfreien Städte 103 Regionen, bei denen sich die Anzahl der Wohnungseinbrüche pro 100.000 Einwohner minimiert hat. In 297 Regionen ist die Klaurate dagegen angestiegen. Nur in der kreisfreien Stadt Hof gab es 2017 und 2018 die gleiche Klaurate, nämlich jeweils 50 Wohnungseinbrüche pro 100.000 Einwohner.

Die größte Reduzierung der Wohnungseinbruch-Diebstähle pro 100.000 Einwohner verzeichnete der Landkreis Ansbach mit einer Klaurate von elf in 2018 statt bisher 40 Wohnungseinbrüchen je 100.000 Einwohner im Jahr zuvor. Die Diebstahlrate verringerte sich gegenüber dem Vorjahr um 71 Prozent. Auch im Landkreis Lichtenfels ist die Klaurate um knapp 71 Prozent gesunken, nämlich von 36 auf zehn Wohnungseinbruch-Diebstähle pro 100.000 Einwohner.

Die höchste Steigerung bei der Anzahl der Wohnungseinbrüche je 100.000 Einwohner gab es dagegen in den kreisfreien Städten Landshut und Schwabach. Während in Landshut in 2017 die Einbruchsrate bei 33 lag, stieg sie in 2018 um fast 156 Prozent auf 77 Wohnungseinbrüche je 100.000 Einwohner.

In Schwabach lag die Einbruchsrate 2017 bei 39 und 2018 bei 88 derartiger Delikte pro 100.000 Einwohner. Das entspricht einer Steigerung um fast 125 Prozent.

Hausratversicherung - Regional unterschiedliche Aufklärungsquoten

Deutschlandweit wurden im Durchschnitt 18,1 Prozent aller polizeilich registrierten Wohnungseinbrüche aufgeklärt. Es gab jedoch insgesamt 227 Landkreise/Kreise und kreisfreie Städte, die diesbezüglich eine höhere, und 137, die eine niedrigere Aufklärungsquote hatten. Jeder zweite Einbruch wurde in elf Regionen erfolgreich ermittelt.

Die elf höchsten Aufklärungsquoten hatten folgende Regionen, allesamt Landkreise: Straubing-Bogen (69,2 Prozent), Deggendorf (65,0 Prozent), Freyung-Grafenau (60,0 Prozent), Weißenburg-Gunzenhausen (58,3 Prozent), Bad Kissingen (54,5 Prozent), Ansbach (52,4 Prozent), Görlitz (51,3 Prozent), Zollernalbkreis (51,3 Prozent), Rhön-Grabfeld, Tuttlingen und Haßberge (Aufklärungsquote je 50,0 Prozent). In 32 Regionen war dagegen die Quote der Aufklärungen nur einstellig.

In zwei kreisfreien Städten, nämlich in Weiden in der Oberpfalz und Frankenthal in der Pfalz, wurde kein einziger Fall aufgeklärt, obwohl es hier 14 beziehungsweise 31 Wohnungseinbrüche gab.

Zu den Regionen mit den zehn niedrigsten Aufklärungsquoten zählten zudem: der Landkreis Erding (6,3 Prozent), die kreisfreie Stadt Potsdam (6,3 Prozent), der Landkreis Westerwaldkreis (5,9 Prozent), die kreisfreien Stadt Landshut (5,5 Prozent), die Landkreise Landshut (5,0 Prozent), Kelheim (3,9 Prozent), Neuburg-Schrobenhausen (3,7 Prozent) und die kreisfreie Stadt Schwabach (2,8 Prozent).

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