Hausratversicherung - Die häufigsten und teuersten Schäden am Hausrat

Die Hausratversicherung übernimmt Schädungen durch Leitungswasser.
Die Hausratversicherung mit einer Elementarschadenversicherung ergänzen.

(verpd) In Deutschland wurden durch Einbrüche im letzten Jahr in Summe die meisten Schäden sowie auch die teuersten versicherten Hausratschäden verursacht. Das belegen die neuesten Zahlen des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft e.V. Die Anzahl und die Höhe der Schäden ist rückläufig im Vergleich der letzten vier Jahre, aber die versicherten Schadensursachen sind deutlich gestiegen. Im vergangenen Jahr waren etwa 76 Prozent der Haushalte über eine Hausratversicherung (siehe auch Hausratversicherungen) abgesichert. Das gab der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft e.V. (GDV) bekannt.

Über die Hausratversicherung sind allgemeine Schäden am Hausrat durch einen Hausbrand, Blitzschlag, Sturm ab Windstärke acht, Hagel, bestimmungswidrig ausgetretenes Leitungswasser und Einbruch-Diebstahl versichert.

Gegen einen Aufschlag sind auch Schäden am Hausrat durch Überschwemmung, Rückstau, Schneelast, Lawinen oder Senkungen Erdreich, die durch sogenannte Elementarrisiken verursacht wurden, versicherbar.

Gegen einen Zuschlag sind Schäden wie Glasbruch und Überspannungsschäden versicherbar. Die Versicherungsgesellschaften haben im Jahr 2018 1,27 Milliarden Euro an Leistungen wegen der genannten Schäden erbracht.

Die Schadensumme pro Jahr liegt seit dem Jahr 2000 immer weit über einer Milliarde Euro. Die höchste Gesamtsumme der Schäden gab es 2002 mit 1,5 Milliarden Euro. Die niedrigsten Schadenszahlungen mit 1,1 bis 1,2 Milliarden Euro wurden zwischen 2005 und 2008 geleistet.

Hausratversicherung – Bei Einbruch-Diebstahl die häufigsten und teuersten Schäden

Einbruchsdiebstähle waren 2018 die häufigste Ursache für Schäden. Wie auch im Jahr 2017. Der GDV gab an, dass im vergangenen Jahr etwa 310.000 versicherte Einbruch-Diebstähle ermittelt wurden. Danach folgten auf dem zweiten Rang die Brandschäden mit etwa 210.000 Schadensfällen.

Auf Rang drei lag das „bestimmungswidrig ausgetretenes Leitungswasser“ durch einen Rohrbruch einer Wasserzuleitung mit ca. 170.000 Schadensvorkommnissen.

Dann folgen schon Schäden durch Sturm und Hagel mit circa 130.000 registrierten Schäden sowie jeweils rund 20.000 Glas- und erweiterte Elementarschäden. Durch Einbrüche wurden die teuersten Schäden verursacht. Die Versicherungsunternehmen zahlten im Jahr 2018 440 Millionen Euro für an ihre Kunden Hausratversicherung.

So wurden im vergangenen Jahr für Brandschäden Leistungen durch die Versicherungen in Höhe von 370 Millionen Euro erbracht. Die Leistung für Schäden durch Leitungswasser wurden mit 280 Millionen Euro angegeben.

Die Versicherungen Hausrat zahlten Schäden durch Sturm und Hagel im vergangenen Jahr etwa 60 Millionen. Es waren 50 Millionen Euro für elementare Ereignisse sowie 20 Millionen Euro für Schäden durch Glasbruch.

Hausratversicherung - Weniger Einbruch-Diebstähle, höherer Schadensdurchschnitt

Auch wenn durch Einbruch-Diebstahl insgesamt der Summe nach mit 440 Millionen Euro die meisten versicherten Schäden verursacht wurden, ist dies seit 2011 der geringste jährliche Gesamtschaden, der durch dieses Schadensrisiko entstanden ist. Der Höchstwert wurde 2015 mit fast 700 Millionen Euro erreicht.

Während die Zahlen bei den versicherten Einbruch-Diebstählen zwischen 2011 und 2016 relativ konstant im Bereich von 390.000 bis 420.000 lagen, ging diese in den beiden letzten Jahren jeweils zurück.

So hat sich auch die durchschnittliche Höhe der Schäden je nach Ereignis zum dritten Mal in Folge verringert. Der GDV gibt dafür einen Wert von knapp 1.430 Euro an. Das sind circa ein Neuntel weniger als drei Jahre zuvor, aber etwa ein Zehntel mehr als noch 2010.

Es ist auffallend, dass sich die Werte bei der Gefahr Einbruch-Diebstahl massiv von denen für Wohnungseinbrüche unterscheiden. So wurden im Jahr 2018 etwa 110.000 versicherte Einbrüche in Wohnungen registriert.

Der GDV erklärt dazu, dass unter den insgesamt bei Hausratpolicen versicherten Einbruch-Diebstählen auch Schäden infolge von Raub oder Diebstahl aus Hotelzimmern, Krankenhäusern u.a. erfasst werden.

In einer Hausratversicherung sind diese Art von Schäden unter anderem im Rahmen einer sogenannten Außenversicherung teils optional versicherbar.

Hausratversicherung – Brandschäden führen zur Zunahme des Schadendurchschnitts

Bei Schäden durch Feuer hat die durchschnittliche Entschädigung in den vergangenen Jahren erheblich zugenommen. Im letzten Jahr war ein solcher Schaden mit fast 1.770 Euro um etwa zwei Drittel teurer als noch im Jahr 2011. Die Schäden durch Wohnungsbrände haben damit den höchsten Mittelwert aller in einer Hausratversicherung versicherten Gefahren.

Die Leistungen der Versicherungen für Schäden bei Wohnungsbränden lagen in den letzten fünf Jahren zwischen 360 und 380 Millionen Euro. Die Werte waren damit relativ stabil. Im Jahr 2011 lag die Höhe der Schäden noch bei rund 400 Millionen Euro.

Die Anzahl der versicherten Schäden durch Wohnungsbrände ist mit 210.000 Schäden im Jahr 2018 auf einen neuen Tiefstand gefallen. Vor sieben Jahre wurden mit 390.000 Schäden bei Wohnungsbränden noch fast doppelt so viele Schadensfälle registriert.

Die Schäden durch Leitungswasser wurden Schnitt mit etwa 1.630 Euro pro Schaden zwischen 2011 und 2018 um über die Hälfte teurer.

Die Zahl der Versicherungsfälle ging dagegen gegenüber 2012, damals waren es 220.000 Versicherungsschäden, um über ein Fünftel auf nunmehr 170.000 versicherte Ereignisse zurück.

Die Leistungen der Versicherung sind im Vergleich zum Jahr 2011 um etwa 40 Prozent, so von 200 Millionen Euro auf 280 Millionen Euro angestiegen.

Hausratversicherung - Riesige Schwankungen bei Sturm/Hagel- und Naturgefahren-Schäden

Die Schadensfälle durch Sturm und Hagel lagen zwischen 70.000 Euro im Jahr 2012 und stiegen mit 140.000 Euro in den Jahren 2015 und 2017 stark an.

Die Leistungen der Versicherungen lagen zwischen 30 Millionen Euro in 2012 und 80 Millionen Euro im Jahr 2013.

Im Jahr 2013 kam es durch den Sturm Andreas zu den höchsten Sturmschäden aller Zeiten.

Den geringsten Durchschnitt bei Versicherungsschäden gab es laut GDV zufolge im Jahr 2015 mit etwa 350 Euro. Der höchste Wert wurde im Jahr 2016 mit rund 740 Euro festgestellt.

Seit 2000 zahlte die Hausratversicherung 40.000 bis 50.000 Glasbruchschäden jährlich zwischen zehn und 20 Millionen Euro an Leistungen an die betroffenen Kunden der Versicherungen. Das belegen die aktuellen Zahlen des GDV.

Hausratversicherung - Elementarschäden verursachen den höchsten Durchschnittsschaden

Dramatische Unterschiede bei der Anzahl und Höhe der Schäden gab es bei den weiteren Naturgefahren, d.h. Elementarschäden.

In den Jahren 2013, 2014 und 2016 gab etwa 30.000 versicherte Schäden durch Elementarrisiken am Hausrat. Im Jahr 2012 waren es dagegen nur rund versicherte 10.000 Versicherungsschäden.

Im Jahr 2013 gab es noch das größte Hochwasser des Jahrhunderts. Die Schäden durch das Hochwasser beliefen sich beim Hausrat auf circa 90 Millionen Euro. In den Jahren 2012 und 2015 waren es hingegen nur jeweils etwa zehn Millionen Euro.

Die mittlere Höhe der Schäden je Elementarschaden lag im Jahr 2018 bei 2.509 Euro, 2016 waren es sogar 2.844 Euro. Sie ist im Vergleich zu den anderen Risiken, die über eine Hausratversicherung abgesichert werden können, am höchsten.

Bei der Analyse der GDV-Daten stellt man fest, wie wichtig die Hausratversicherung ist.  Aber auch die Mitversicherung von Elementarschäden ist wichtig.

Die freien und unabhängigen Versicherungsmakler von Finanz-Kompass Leipzig stehen Ihnen für ein persönliches Gespräch Hausratversicherung gern zur Verfügung.

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