Elementarschaden-Versicherung - Überschwemmungen

Mit einer Elementarschaden-Versicherung kann sich jeder schützen
Die Elementarschaden-Versicherung schützt vor den finanziellen Folgen von Unwettern

(verpd) Eine grobe Fehleinschätzung ist, dass nur Gebäude in der unmittelbaren Nähe von Bächen oder Flüssen von Hochwasser oder Überschwemmung betroffen sein können. Überschwemmungen, durch die Folgen von starkem Regen oder durch den Rückstau in der Kanalisation können fast jedes Haus treffen. Es gibt keinen hundertprozentigen Schutz. Aber jeder Einzelne kann einiges tun, um die Auswirkungen bzw. Schäden so gering wie möglich zu halten. Eine Elementarschaden-Versicherung schützt zusätzlich, damit ein Hochwasser- oder Überschwemmungsschaden nicht zu einem finanziellen Desaster wird.

Das Tief „Rasmund“ verursachte mit starken Regenfällen von 200 bis 250 Litern pro Quadratmeter innerhalb von 24 Stunden in Berlin und Brandenburg Schäden in Höhe von rund 60 Millionen Euro. Das wurde durch den Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) ermittelt.

Die großen Regenmengen, die in relativ kurzer Zeit dort niedergingen, entsprachen einem Drittel der sonst üblichen Jahresregenmenge. Von starkem Regen und Überschwemmungen waren Ende Mai 2018 Teile vom Saarland, von Baden-Württemberg und von Rheinland-Pfalz betroffen. Derartige Ereignisse gab es in den letzten Jahren gehäuft und wird es wiedergeben.

Von Überschwemmungen und den Folgen kann jede Gemeinde und nahezu jedes Gebäude betroffen sein. Die Starkregenereignisse können überall auftreten. „Regionale Unwetter mit sintflutartigen Regenfällen innerhalb kürzester Zeit sind inzwischen nichts Ungewöhnliches mehr“, so der GDV-Präsident Wolfgang Weiler.

Laut Klimaexperten sind diese Ereignisse auf die Klimaerwärmung zurückzuführen. Wärmere Luft nimmt einfach mehr Feuchtigkeit auf. Weiler warnt: „Die Folgen von Starkregen können jeden treffen.“

Elementarschaden-Versicherung - Schutz fängt bei der Planung an

Jeder Bauherr, der einen Neubau plant, sollte sich bereits in der Planungsphase mit dem Schutz vor Überschwemmung auseinandersetzen. Laut den Experten des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BUNBR) kann mit einem wasserdichten Keller oder gar dem Verzicht auf einen Keller das Risiko minimiert werden.

Weiterhin empfehlen die Spezialisten des Bundesamts für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) elektrische Einrichtungen und die Heizung in den oberen Etagen zu installieren.

Starker Regen und Hochwasser können zu einem Rückstau des Kanalisationswassers führen. Dagegen kann einen Rückstauanlage eingebaut bzw. nachgerüstet werden. Diese Anlagen sorgen dafür, dass bei einem Rückstau, d.h. wenn die Kanalisation die Wassermengen nicht mehr bewältigen kann, das Wasser nicht über die Abwasserleitungen in das Haus gedrückt werden kann.

Vom Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat wurde dazu einen 64-seitige „Hochwasserschutzfibel“ herausgegeben. In dieser kostenfreien PDF-Datei wird erläutert, wie man Objektschutz betreiben und eine bauliche Vorsorge vor Überschwemmungen treffen kann.

Das BBK liefert auf dem Webportal sowie in dem fast 400-seitigen Ratgeber „Die unterschätzten Risiken Starkregen und Sturzfluten – Ein Handbuch für Bürger und Kommunen“, der im PDF-Format heruntergeladen werden kann, weitere Informationen.

Elementarschaden-Versicherung - Aktiv werden, wenn sich Überschwemmung ankündigt

Wenn sich eine Überschwemmung ankündigt, kann jeder Einzelne auch etwas tun, um mögliche Schäden zu minimieren. Zuerst sollten gefährdete Personen und Haustiere rechtzeitig in Sicherheit gebracht werden.

Falls noch genügend Zeit zur Verfügung steht, können wichtige Dokumente und Gegenstände aus dem Keller oder der unteren Etage in ein höheres Stockwerk gebracht werden.

Auch sollten Sie bei einer Ölheizung mit entsprechenden Öltanks die Öleinfüllstutzen und Belüftungen sichern, dass kein Wasser eindringen kann. Bei den Tanks sollten Sie dafür sorgen, dass sie, wenn sie vom Wasser umschlossen sind, nicht umkippen können.

Fenster und Türen können mit Sandsäcken, wasserfesten Sperrholzplatten und Silikon abgedichtet werden. Damit kann kein oder nur wenig Wasser auf diesem Weg ins Haus eindringen. Schalten Sie elektrische Geräte in Räumen, die von Hochwasser bedroht sind, ab.  

Der aktuelle „Ratgeber für Notfallvorsorge und richtiges Handeln in Notsituationen“ des BBK erläutert umfassend, wie man sich richtig auf Bedrohungen und Krisen vorbereitet.

Elementarschaden-Versicherung - Finanziell für den Fall des Falles vorsorgen

Es gibt keinen 100-prozentigen Schutz. Das belegen die Ereignisse in der jüngeren Vergangenheit. Gegen die finanziellen Auswirkungen durch derartige Ereignisse mit großen Schadenspotential kann man sich absichern. Hier leistet im Schadensfall die Elementarschaden-Versicherung. Häufig wir diese als Zusatzbaustein für eine bestehende Gebäudeversicherung empfohlen.

Eine Gebäudeversicherung deckt i.d.R. die Risiken Brand, Blitzschlag, Sturm ab Windstärke acht, Hagel und bestimmungswidrig ausgetretenes Leitungswasser ab. Mit der Elementarschaden-Versicherung werden auch Schäden durch Hochwasser- und Starkregenschäden abgedeckt.

Weitere versicherte Risiken einer Elementarschaden-Versicherung sind Schäden durch Rückstau, Schneeschmelze, Schneelast, Lawinen, Erdbeben, Erdfall, Erdrutsch und Vulkanausbruch.

Die Gebäudeversicherung mit Elementarschaden-Versicherung zahlt im Falle eines Schadens entsprechend der Vereinbarung die Reparaturen, die Trockenlegung und Sanierung im und am Haus sowie an den mitversicherten Nebengebäuden.

Kommt es zu einem Totalschaden werden und wenn der Neuwert versichert ist, werden auch die Kosten für den Bau eines gleichwertigen Hauses erstattet. Als Erweiterung kann auch der eigene Hausrat gegen Elementarrisiken versichert werden. Viele Hausratversicherungen können mit einer Elementarschaden-Versicherung gegen Aufpreis erweitert werden.

Für Fragen zum Thema Elementarschaden-Versicherung stehen Ihnen die unabhängigen Versicherungsmakler von Finanzkompass Leipzig unter Kontakt gern zur Verfügung.