Unwetterschäden absichern - Wenn ein Sturm einen Schaden anrichtet

Mit einer Wohngebäudeversicherung Unwetterschäden absichern.
Mit einer Teilkasko oder Vollkasko auch Unwetterschäden absichern.

(verpd) Jedes Jahr richten Stürme hierzulande Schäden im drei- bis vierstelligen Millionenbereich an Gebäuden und Kraftfahrzeugen an. Wann, wo und in welcher Stärke sie im Einzelnen auftreten, lässt sich nur kurzfristig vorhersagen. Kein Ort ist generell vor dieser Naturgefahr sicher. Daher ist es für jeden wichtig, der ein Haus, Hausrat oder ein Kraftfahrzeug besitzt, die finanziellen Folgen, die ein Sturmschaden mit sich bringt, weinigtstens abzusichern. Also vor einem Unwetter Unwetterschäden absichern. Sobald sich ein Sturm ankündigt oder zeitnah davor gewarnt wird, sollte man im Haus alle Fenster, Türen, Rollläden beziehungsweise Fensterläden verschließen. Die Markise ist unbedingt aufrollen. Gartenmöbel und -geräte, Mülltonnen und Fahrräder sind in einen Raum wie eine Garage, ein Garten- oder Gerätehäuschen oder einen Keller zu bringen. Fahrzeuge wie Autos und Motorräder sind bei Sturm am sichersten in einer Garage. Wer keine zur Verfügung hat, sollte sie zumindest auf einen Parkplatz stellen, an dem keine Bäume stehen.

Am Dach sollte regelmäßig geprüft werden, ob es intakt ist und keine Dachplatten hochstehen oder verschoben sind, da sie anderenfalls einem Sturm eine erhöhte Angriffsfläche bieten würden. Auch Bäume auf dem eigenen Grundstück sollten regelmäßig auf ihre Standsicherheit kontrolliert und morsche Baumteile umgehend entfernt werden, bevor der nächste Sturm sie abreißt. Gegen all dieser Präventionsmaßnahmen gibt es keinen 100-prozentigen Schutz vor Sturmschäden.

Unwetterschäden absichern - Die Kraft des Windes

Mit entscheidend für die Schäden, die ein Sturm anrichten kann, ist unter anderem die Windstärke, die nach der Beaufortskala gemessen wird. Bereits bei einer Windgeschwindigkeit ab 62 Stundenkilometern, was nach der Beaufortskala Windstärke acht entspricht, brechen kleinere Äste an den Bäumen ab. Ab 75 Stundenkilometern (Windstärke neun) können auch dickere Äste abgerissen, Gartenmöbel umgeworfen sowie Dachziegel und Kaminhauben angehoben werden.

Ab einer Windgeschwindigkeit von mehr als 89 Stundenkilometern (Windstärke zehn) können zudem schwächere Bäumen entwurzelt werden. Ab Windgeschwindigkeiten von mehr als 103 Stundenkilometern (Windstärke elf) ist es möglich, dass der Sturm komplette Dächer abdeckt, Mauern eindrückt, Autos von der Straße fegt oder ganze Baumansammlungen umwirft.

Unwetterschäden absichern - Versicherungsschutz ab Windstärke acht

Sturmschäden lassen sich kaum vermeiden, aber die finanziellen Folgeschäden können mit einer entsprechenden Policen abgesichert werden.  Den Versicherungsschutz für Schäden durch Stürme ab Windstärke acht, also ab 62 Stundenkilometern, und zwar egal, ob der Schaden durch eine direkte oder eine indirekte Sturmeinwirkung entstanden ist.

Von einer direkten Sturmeinwirkung geht man aus, wenn das Dach vom Sturm angehoben und dadurch beschädigt wird. Als ein indirekter Sturmschaden ist, wenn der Sturm einen dicken Ast von einem Baum abreißt, auf ein Auto schleudert und dieses dabei beschädigt wird.

Unwetterschäden absichern - Absicherung für die Immobilie …

Wer sein Wohnhaus gegen Sturmschäden absichern will, benötigt dafür eine Wohngebäudeversicherung. Abgesichert sind in einer solchen Police das Mauerwerk, das Dach und alle Bauteile, die fest mit dem Haus verbunden sind, wie Fassaden, Fenster, Türen sowie Anbauten. Inwieweit nachträglich angebrachtes Zubehör am Haus wie eine Satellitenanlage oder eine Markise in der Police mit abgesichert ist, auch wenn es zum Beispiel vom Mieter angeschafft wurde, ist in den Vereinbarungen und/oder Bedingungen, die dem Versicherungsvertrag zugrunde liegen, geregelt.

Das Zubehör, aber auch installierte Solar- und/oder Photovoltaikanlage kann man einer Gebäudeversicherungs-Policen in der Regel mitversichern. Dazu zählen auch Bauten auf dem Versicherungsgrundstück wie Gartenhäuser, Carports und Garagen.

Unwetterschäden absichern - ... sowie den Hausrat und das Auto

Auch alles, was sich im Haus befindet, wie Möbel, Elektrogeräte, Vorräte und Kleidung können infolge eines Sturms, so wenn ein Sturm das Dach abdeckt oder ein Fenster durch einen herumgewirbelten Ast eingeschlagen wird und dadurch Regen eindringt, beschädigt werden. Solche Schäden lassen sich mit einer Hausratversicherung absichern. Übrigens, wer als Mieter eine Hausratpolice hat, kann damit auch Zubehör, das fest mit dem Haus verbunden ist, wie eine Markise oder eine Satellitenschüssel teils optional absichern, sofern er dieses bezahlt hat und selbst nutzt.

Falls das Auto oder das Motorrad durch einen Sturm beschädigt, erstattet eine vereinbarte Kfz-Teilkasko-Versicherung, die übrigens automatisch auch in einer Vollkasko-Versicherung enthalten ist, den Schaden. Ein Sturmschaden wird auch hier wie bei allen anderen genannten Policen ersetzt, egal ob er durch eine direkte oder indirekte Sturmeinwirkung verursacht wurde.